DEUTSCH-BRASILIANISCHE ZUSAMMENARBEIT FÜR

nachhaltige Entwicklung

Deutsch-brasilianische Zusammenarbeit

Fast 60 Jahre sind vergangen, seit Brasilien und Deutschland in einen Dialog über nachhaltige Entwicklungsansätze getreten sind und dabei Wirtschaftswachstum, soziale Gerechtigkeit und den Schutz des unendlichen brasilianischen Naturerbes in den Blick nehmen.

Diese Kooperation wird als deutsch-brasilianische Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung bezeichnet, eine Arbeit, die in den 60er- und 70er-Jahren mit Aktionen zwischen der deutschen Regierung und kleinen brasilianischen Kooperativen begann. Im Laufe der Jahrzehnte entstand daraus eine solide Partnerschaft zwischen beiden Ländern, die sowohl Regierungsinitiativen wie auch Projekte im Privatsektor und der Zivilgesellschaft umfasst.

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Die Initiativen, die aus den gemeinsamen Anstrengungen entstehen, zeigen, wie Brasilien und Deutschland den Herausforderungen unserer Zeit begegnen und aktiv werden, wie beispielsweise dem Klimawandel.

In einem Land, das die weltweit größte Fläche von Tropenwäldern und ca. 20% der Artenvielfalt beheimatet, ist einer der Grundpfeiler dieser Zusammenarbeit der Schutz und die nachhaltige Nutzung dieser Ressourcen. Aufgrund der einzigartigen Kapazitäten Brasiliens, saubere Energie zu erzeugen, steht auch die Förderung von erneuerbaren Energiequellen und Energieeffizienz im Fokus dieser Partnerschaft.

Von Norden bis Süden, auf dem Land oder in den Großstädten, sei es bei der Unterstützung von Kleinbauern oder in der Ausbildung junger Menschen für die Berufe der Zukunft, beim Schutz traditioneller Gemeinschaften oder bei der Entwicklung modernster Technik – überall ist die deutsch-brasilianische Zusammenarbeit aktiv. Das gemeinsame Ziel ist stets: Die Gegenwart verändern und eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft gestalten

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Unterstützung für den Schutz von Leben und Wäldern

Mit seinen einzigartigen Naturressourcen in unvergleichlichen Dimensionen eröffnen sich für Brasilien viele Möglichkeiten zur nachhaltigen Entwicklung. Der Schutz und die harmonische Nutzung dieses Erbes tragen nicht nur dazu bei, sich den globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel zu stellen, sondern bringen dem Land weitereVorteile. Dazu gehört die Schaffung von Einkommen und Arbeitsplätzen, neue Märkte für nachhaltige Produkte, wissenschaftliche Erkentnisse und das Interesse von Investoren, die zunehmend auf Geschäftsideen mit positiven Umweltauswirkungen setzen.

Um all dies zu erreichen ist es unabdingbar, dass der Wald bestehen bleibt - eine zentrale Herausforderung für das Land. Zwischen 2019 und 2020 hat die Entwaldung im Gebiet Amazoniens um 9,5% zugenommen, fast 11.000 Quadratkilometer Waldfläche gingen laut vorläufiger Daten des INPE verloren. Auf dem Weg, diese Herausforderungen zu bewältigen und zu einer blühenden und zunehmend grünen Wirtschaft zu werden, in der die Umwelt erhalten bleibt, die Armut bekämpft wird und die Rechte der indigenen und traditionellen Bevölkerung gewährleistet sind, zählt Brasilien auf die Zusammenarbeit mit Deutschland.

Angesichts dieser wichtigen Aufgabe setzt die deutsche Zusammenarbeit auf verschiedene Instrumente, darunter auch finanzielle Kompensationen für den Waldschutz, um auf die Reduzierung von Treibhausgasen hinzuwirken. Erfolgreiche Initiativen dieser Art, mit Zahlungen für entsprechende Ergebnisse, laufen zurzeit sowohl auf bundesweiter Ebene über den Amazonienfonds, als auch gemeinsam mit den Bundesstaaten Acre und Mato Grosso durch das REM (REDD for Early Movers) Programm.

Die Sicherung von effektiven Schutzgebieten ist ein weiterer grundlegender Teil der gemeinsamen Anstrengungen. So fördert die deutsch-brasilianische Zusammenarbeit die Konsolidierung eines nationalen Systems aus über 2.400 Naturschutzgebieten, die sich über kontinentale Gebiete und auch Meeresflächen erstrecken. Als Vergleich: Allein die Schutzgebiete auf dem Festland nehmen eine Fläche ein, die der 4,4-fachen Größe der Bundesrepublik Deutschland entspricht.

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Angesichts dieser wichtigen Aufgabe setzt die deutsche Zusammenarbeit auf verschiedene Instrumente, darunter auch finanzielle Kompensationen für den Waldschutz, um auf die Reduzierung von Treibhausgasen hinzuwirken. Erfolgreiche Initiativen dieser Art, mit Zahlungen für entsprechende Ergebnisse, laufen zurzeit sowohl auf bundesweiter Ebene über den Amazonienfonds, als auch gemeinsam mit den Bundesstaaten Acre und Mato Grosso durch das REM (REDD for Early Movers) Programm.

Die Sicherung von effektiven Schutzgebieten ist ein weiterer grundlegender Teil der gemeinsamen Anstrengungen. So fördert die deutsch-brasilianische Zusammenarbeit die Konsolidierung eines nationalen Systems aus über 2.400 Naturschutzgebieten, die sich über kontinentale Gebiete und auch Meeresflächen erstrecken. Als Vergleich: Allein die Schutzgebiete auf dem Festland nehmen eine Fläche ein, die der 4,4-fachen Größe der Bundesrepublik Deutschland entspricht.

Ein bedeutender Aspekt ist zudem die angemessene Vergütung von Bevölkerungsgruppen, deren Lebensgrundlage der Tropenwald ist und deren Aktivitäten zu einer ausgewogene Nutzung der verfügbaren Naturressourcen beitragen. Im Amazonasgebiet werden zum Beispiel Investitionen der Zusammenarbeit dafür eingesetzt, die Vermarktung typischer Produkte wie Açaí, Paranuss und Pirarucu-Fisch auszubauen und dabei stets auf ein nachhaltiges Management geachtet. Was früher nur lokal und zu geringen Preisen verkauft wurde, findet sich heute auf den Speisekarten renommierter Köch*innen im Südosten des Landes wieder und bereichert, dank einer Politik zur Erleichterung öffentlicher Beschaffungen, die Schulspeisungen in den Gemeinden vor Ort. Rund 180 auf diese Weise unterstützte Kooperativen oder kleinere Verbände konnten so ihren Umsatz um 25% steigern. 

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Für uns war es besonders schwierig, unseren Fisch lokal zu guten Preisen zu verkaufen. Jetzt kommt unser Produkt bis in die Restaurants in Rio de Janeiro und São Paulo.“

Adevaldo Dias, Asproc Kooperative, Amazonas.

Die kulturelle Identität von indigenen Bevölkerungsgruppen und traditionellen Gemeinschaften ist eng mit ihren jeweiligen Lebensräumen verbunden. In diesem Sinne ist der Schutz dieser Gebiete eine unverzichtbare Voraussetzung, um die Menschenrechte dieser Völker und ihrer zukünftigen Generationen zu sichern. Auch im Hinblick auf die Pflege und Wahrung des Naturerbes sind es gerade diese Gebiete, die die geringsten Entwaldungsraten aufweisen, da die Menschen hier als wahre Hüter*innen des Waldes leben. In den letzten zwei Jahren haben von der Zusammenarbeit geförderte Aktionen rund 65% der indigenen Territorien in Amazonien erreicht. Im Bundesstaat Mato Grosso beispielsweise trugen sie dazu bei, dass über 40.000 Indigene von 43 Völkern in die politischen Entscheidungen des Bundesstaates mit einbezogen wurden.

Bei den Bemühungen, die Waldgebiete auf ausgewogene Weise zu nutzen, spielen auch die Landbesitzer eine zentrale Rolle. Deshalb hat Brasilien eines der größten digitalen Umweltregister weltweit geschaffen, genannt CAR, das GEO-Daten von über 7 Millionen Farmen und Kleinbauernhöfen umfasst. Durch die Erfassung dieser Ländereien haben die Eigentümer*innen die Möglichkeit, Unterstützung bei der Beseitigung von Umweltschäden auf ihrem Land zu bekommen und sich zur Erhaltung und Aufforstung gesetzlich vorgeschriebener Schutzgebiete zu verpflichten – eine grundlegende Maßnahme, um illegale Abholzung zu bekämpfen. Die Zusammenarbeit unterstützt die brasilianischen Behörden bei der Erfassung, Validierung und Umweltanpassung der Ländereien in Übereinstimmung mit der Gesetzgebung des Landes.

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2, 0 Mio. km²

stehen in Brasilien in Naturschutzgebieten unter Schutz

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0 Tsd. km²

zählen auf nachhaltiges Management in einem durch den Amazonienfonds gefördertes Gebiet

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5, 0 Mio. km²

ländlicher Flächen
sind registriert

Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist die Einrichtung von entwaldungsfreien, nachhaltigen Lieferketten für Holz, Rindfleisch und Soja. Hier umfasst die Strategie die Digitalisierung von verfügbaren landwirtschaftlichen Daten, die Verbesserung der Rückverfolgbarkeit von Lieferketten und die Unterstützung der erzeugenden Betriebe, damit sie sich stufenweise an sozioökologische Standards anpassen. Die Betriebe werden durch die Steigerung ihrer Erträge und den Zugang zu internationalen Märkten begünstigt.

Weitere Wirkungen

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01
05
Vorbeugung von Entwaldung und Waldbränden
Über 1500 Missionen zur Umweltkontrolle durch Ibama und ICMBio, die vom Amazonienfond unterstützt werden, haben dazu beigetragen 25.000 Brandherde zu verhindern und die illegale Waldrodung zu bekämpfen.
02
05
Das weltweit größte Programm für Naturschutzgebiete
Das Programm für Schutzgebiete in Amazonien (ARPA) wird vom brasilianischen Umweltministerium (MMA) und dem ICMBio durchgeführt und von Deutschland gesponsort. Es unterstützt 117 Naturschutzgebiete in dieser Ökozone, auf einer Fläche von mehr als 600.000 km². Langfristig soll das Projekt durch Brasilien selbstständig gesichert werden.
03
05
Kompensation für Reduzierung von Emissionen
Durch den Erhalt von Millionen von Hektar Waldfläche verhindert der Bundesstaat Mato Grosso den Ausstoß von bedeutenden Mengen an Treibhausgasen in die Atmosphäre. Für jede nachweisbare Tonne an nicht ausgestoßenem CO2 wird der Bundesstaat finanziell durch den Bund entschädigt. So wurden seit 2018 bereits 13 Millionen Euro überwiesen, durch die auch indigene Bevölkerungsgruppen begünstigt wurden.
04
05
Stärkere Gesellschaft und Institutionen zum Schutz der Küstenzonen
Mehr als 600 Fischerinnen aus dem Nordosten Brasiliens haben sich zusammengeschlossen, um ihre Rechte zu sichern, ihre Gemeinden zu verändern und Einkommen zu generieren. Darüber hinaus werden lokale Institutionen vor Ort gestärkt, um den Erhalt der Korallenriffe sowie den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Küsten- und Meeresökosysteme zu fördern.
05
05
Der größte Finanzmarkt Lateinamerikas: grüner und sicherer
Mit einer besseren Reglementierung für grüne Finanzierungsinstrumente und dem zunehmenden Interesse des Finanzsektors für das Thema schafft Brasilien die Bedingungen für Investitionen in Projekte mit positiven sozialen und ökologischen Auswirkungen. Seit 2016 hat das Land schon 7,5 Mrd. Green Bonds herausgegeben.
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Vorbeugung von Entwaldung und Waldbränden
Über 1500 Missionen zur Umweltkontrolle durch Ibama und ICMBio, die vom Amazonienfond unterstützt werden, haben dazu beigetragen 25.000 Brandherde zu verhindern und die illegale Waldrodung zu bekämpfen.
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Das weltweit größte Programm für Naturschutzgebiete
Das Programm für Schutzgebiete in Amazonien (ARPA) wird vom brasilianischen Umweltministerium (MMA) und dem ICMBio durchgeführt und von Deutschland gesponsort. Es unterstützt 117 Naturschutzgebiete in dieser Ökozone, auf einer Fläche von mehr als 600.000 km². Langfristig soll das Projekt durch Brasilien selbstständig gesichert werden.
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Kompensation für Reduzierung von Emissionen
Durch den Erhalt von Millionen von Hektar Waldfläche verhindert der Bundesstaat Mato Grosso den Ausstoß von bedeutenden Mengen an Treibhausgasen in die Atmosphäre. Für jede nachweisbare Tonne an nicht ausgestoßenem CO2 wird der Bundesstaat finanziell durch den Bund entschädigt. So wurden seit 2018 bereits 13 Millionen Euro überwiesen, durch die auch indigene Bevölkerungsgruppen begünstigt wurden.
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Stärkere Gesellschaft und Institutionen zum Schutz der Küstenzonen
Mehr als 600 Fischerinnen aus dem Nordosten Brasiliens haben sich zusammengeschlossen, um ihre Rechte zu sichern, ihre Gemeinden zu verändern und Einkommen zu generieren. Darüber hinaus werden lokale Institutionen vor Ort gestärkt, um den Erhalt der Korallenriffe sowie den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Küsten- und Meeresökosysteme zu fördern.
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Der größte Finanzmarkt Lateinamerikas: grüner und sicherer
Mit einer besseren Reglementierung für grüne Finanzierungsinstrumente und dem zunehmenden Interesse des Finanzsektors für das Thema schafft Brasilien die Bedingungen für Investitionen in Projekte mit positiven sozialen und ökologischen Auswirkungen. Seit 2016 hat das Land schon 7,5 Mrd. Green Bonds herausgegeben.

Sauberere Energiequellen und Städte

Weltweit bekannt für seinen Reichtum und die Vielfalt an Naturressourcen, spielt Brasilien eine einzigartige Rolle bei der Suche nach neuen Entwicklungsansätzen, die dazu beitragen können, das Klima zu schützen und das ökologische Gleichgewicht der Erde zu wahren.

Folgendes Beispiel macht dies deutlich: Ein Land mit tropischem Klima und einer ausgeprägten Neigung zu sauberen Energien (83% des brasilianischen Energiemixes stammt aus erneuerbaren Quellen, davon 62% auf Wasserkraft) verfügt über ein vielversprechendes Potenzial für Solar- und Windkraftquellen. Brasilien ist sich dieser günstigen Bedingungen bewusst und hat die Herausforderung angenommen: die erneuerbaren Energien zum wichtigsten Pfeiler seiner Energiematrix zu machen.

Auch Deutschland hat die Verpflichtung, seine Entwicklung basierend auf sauberer Energie voranzutreiben, in seinem Energieübergangsplan aufgenommen, der als Energiewende bekannt ist. Mit Innovation und Technologie investiert das Land in alternative Energiequellen, fördert Möglichkeiten von Einsparung und Effizienz in der Energienutzung um so die Versorgung zu optimieren.

Wie man sieht, gibt es auf diesem Gebiet eine Vielzahl an Möglichkeiten für den Austausch zwischen Brasilien und Deutschland. Gegenseitiges Lernen zu erleichtern und die Energiematrix beider Länder grüner zu machen, genau das steht im Fokus der Zusammenarbeit.

Brasilien hat bis dato ermutigende Ergebnisse erzielt: Die Menge an erzeugter Windkraft hat sich in Bezug auf die Zahlen von 2015 verdoppelt und rund 700 Windparks produzieren Strom für über 16 Millionen brasilianische Haushalte. Auch der Fortschritt von Solarstrom ist beachtlich: mehr als 438.000 Fotovoltaikanlagen versorgen die Orte, an denen sie installiert sind (wie z. B. Hausdächer) und liefern gleichzeitig Energie für das Stromnetz. Dieser Vorgang wird als dezentrale Stromerzeugung bezeichnet.

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0 Millionen
mit Windkraft
versorgte Haushalte
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0 Tausend
geschätzte Anzahl von Solarstromanlagen
für dezentrale Erzeugung
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0 Tausend
geschaffene Arbeitsplätze
in der Solartechnik

Zusammen stellen die Energiequellen Wind und Sonne bereits 11% des brasilianischen Energiemixes und laut Analysen der deutsch-brasilianischen Zusammenarbeit kann dieser Anteil in Zukunft auf bis zu 40% steigen. Die Vorteile sind vielfältig: Technologische Entwicklung, Schaffung von Arbeitsplätzen und positive Auswirkungen auf das Klima. In dieser Größenordnung von erneuerbaren Energiequellen könnte Brasilien 27 Millionen Tonnen weniger CO2-Emissionen pro Jahr haben. Die entspricht dem, was die Städte São Paulo und Rio de Janeiro jährlich zusammen ausstoßen.

Weitere Wirkungen

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01
05
Tägliche Beförderung von 80.000 Fahrgästen in einem modernen und effizienten System
Die neue Straßenbahn VLT Carioca vermeidet jährlich rund 1,7 Millionen Autofahrten in Rio de Janeiro und folglich den Ausstoß von 300.000 Tonnen CO2 im Laufe ihrer Nutzungsdauer. Weniger Umweltverschmutzung, mehr Klimaschutz und bessere Verkehrsdienstleistungen für die Bürger.
02
05
Qualifizierte Arbeitskräfte für den Markt der erneuerbarer Energien
Über 6.400 Fachkräfte, die für die Planung, den Bau und Betrieb von Wind- und Solarkraftanlagen ausgebildet wurden, tragen dazu bei, die brasilianische Wirtschaft grüner und klimafreundlicher zu gestalten.
03
05
Abwasseraufbereitung für 3 Millionen Menschen
Neue Klärtechnologien tragen in den Metropolregionen von Belo Horizonte, Curitiba und Salvador zum Umwelt- und Klimaschutz bei und halten die Flüsse sauberer.
04
05
Abwasserentsorgung für 130.000 Menschen auf dem Land im Bundesstaat Ceará
Mit der Installation, Sanierung und dem Ausbau von Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungssystemen ist die Bevölkerung im Landesinneren besser auf die durch den Klimawandel verschärfte Wasserknappheit vorbereitet.
05
05
100 Millionen Euro für Energieeffizienz in den brasilianischen Wasserversorgungswerken
Neue Verordnungen umfassen auch Maßnahmen zur Energieeffizienz und ermöglichen somit die Modernisierung der Wasserinfrastruktur und reduzieren die Betriebskosten.
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Tägliche Beförderung von 80.000 Fahrgästen in einem modernen und effizienten System
Die neue Straßenbahn VLT Carioca vermeidet jährlich rund 1,7 Millionen Autofahrten in Rio de Janeiro und folglich den Ausstoß von 300.000 Tonnen CO2 im Laufe ihrer Nutzungsdauer. Weniger Umweltverschmutzung, mehr Klimaschutz und bessere Verkehrsdienstleistungen für die Bürger.
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Qualifizierte Arbeitskräfte für den Markt der erneuerbarer Energien
Über 6.400 Fachkräfte, die für die Planung, den Bau und Betrieb von Wind- und Solarkraftanlagen ausgebildet wurden, tragen dazu bei, die brasilianische Wirtschaft grüner und klimafreundlicher zu gestalten.
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Abwasseraufbereitung für 3 Millionen Menschen
Neue Klärtechnologien tragen in den Metropolregionen von Belo Horizonte, Curitiba und Salvador zum Umwelt- und Klimaschutz bei und halten die Flüsse sauberer.
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Abwasserentsorgung für 130.000 Menschen auf dem Land im Bundesstaat Ceará
Mit der Installation, Sanierung und dem Ausbau von Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungssystemen ist die Bevölkerung im Landesinneren besser auf die durch den Klimawandel verschärfte Wasserknappheit vorbereitet.
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100 Millionen Euro für Energieeffizienz in den brasilianischen Wasserversorgungswerken
Neue Verordnungen umfassen auch Maßnahmen zur Energieeffizienz und ermöglichen somit die Modernisierung der Wasserinfrastruktur und reduzieren die Betriebskosten.

Investitionen in erneuerbare Energien verwandeln nicht nur die Energiematrix Brasiliens, sondern auch die Lebensgeschichten vieler Brasilianerinnen und Brasilianer. Wir haben Jugendliche und junge Frauen nach ihren Berufswünschen für die Zukunft gefragt und sie zeigen deutlich: der Markt für saubere Energien gehört dazu. Sehen Sie im Video:

Chronik

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Am 14. November entsteht in Deutschland das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – BMZ.
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2019
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2021
1962
Die Genossenschaft Pindorama in Alagoas richtet die erste Zusammenarbeit mit Unterstützung der deutschen Regierung ein. Mit 30 Tausend Hektar Anbauflächen für Landwirtschaft und Viehzucht ist die Genossenschaft bis heute ein starker Akteur.
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1972
Die Genossenschaft Piá erweitert ihre Aktivitäten in der Milchverarbeitung dank der von der deutschen Zusammenarbeit unterstützten Weiterbildung. Heute ist sie in 85 Gemeinden aktiv mit Schwerpunkt auf der Herstellung von gesunden Lebensmitteln.
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1975
Einweihung der Schule für Finanzverwaltung (ESAF), die im Rahmen der Kooperation mit der DSE (Deutsche Stiftung für internationale Entwicklung) geplant wurde. Die Zusammenarbeit startete 1970 und führte Fachberatungen, Schulungen und Fachkräfteaustausch durch.
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Bauern aus dem Bundesstaat Paraná verbreiten die Ackerbaumethode der Direktsaat in weiteren Bundesstaaten, unterstützt durch die deutsch-brasilianischen Zusammenarbeit.
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1981
Wer heute in Brasilien einen Apfel isst, ahnt wohl kaum, wie viel von der deutschen Zusammenarbeit in seiner Geschichte steckt. Ein Großteil der in Brasilien konsumierten Äpfel stammte aus Argentinien. Mit deutschen Partnern wurden Apfelanbautechniken im Bundesstaat Santa Catarina entwickelt.
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Helmut Kohl, deutscher Kanzler, besucht Amazonien. Das PPG-7, ein Pilotprogramm zum Schutz der Tropenwälder in Brasilien, war der Anfang der internationalen Zusammenarbeit zur Bekämpfung des Klimawandels.
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Auf der ECO-92 wurde das Übereinkommen über die biologische Vielfalt unterzeichnet.
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Zusammenarbeit mit dem Umweltamt CETESB in São Paulo zur Sanierung kontaminierter Flächen in der Stadt. Die institutionelle Stärkung der Umweltbehörden stand bereits seit den 80er-Jahren im Interesse von Brasilien und Deutschland. Einvernehmlich wurde die Zusammenarbeit im Umweltbereich zum Schwerpunkt der bilateralen Kooperation.
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Die Zusammenarbeit mit Senai und Sebrae ermöglichte es, die Qualifizierung von Fachkräften im Nordosten des Landes zu verbessern und zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beizutragen.
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Zwei bedeutende Ereignisse prägen die deutsch-brasilianische Zusammenarbeit:
• Unterzeichnung des Deutsch-brasilianischen Energieabkommens zur Stärkung dieses Themas in der Zusammenarbeit. Mit 350 Millionen Euro deutscher Fördergelder, die über die Nationale Entwicklungsbank (BNDES) vermittelt werden, beginnt der Ausbau von Windkraftanlagen in Brasilien.
• Die ersten Projekte der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) werden in Brasilien gestartet, mit Schwerpunkten in den Bereichen Schadensminderung, Anpassung, Wälder und Artenvielfalt sowie in Meeres- und Küstengebieten.
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Besuch von Kanzlerin Angela Merkel in Brasilien, im Gespräch mit Jugendlichen aus bedürftigen Gemeinschaften in Bahia. Die Regierungen von Brasilien und Deutschland gehen neue Verpflichtungen in zwei Pfeilerbereichen der Zusammenarbeit ein: Schutz und nachhaltige Nutzung der Tropenwälder; erneuerbare Energien und Energieeffizienz.
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Bilaterale Regierungsverhandlungen: Ratifizierung einer dynamischen Kooperation, die auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt aufbaut. Genehmigung von 334,5 Millionen Euro für neue Investitionen.
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Mit finanzieller Unterstützung der Zusammenarbeit nimmt die U-Bahn in Salvador ihren Betrieb auf und bewirkt Verbesserungen für die Einwohner der Stadt und die Umwelt, durch die Reduzierung von Treibhausgasemissionen.
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Veröffentlichung der Brasilianischen Smart City Charta. Dieses nationale Referenzdokument wurde mit einem kollaborativen Ansatz erarbeitet. Es festigt die nationale Sicht für eine verantwortungsbewusste und innovative Nutzung der digitalen Transformation für eine nachhaltige und inklusive urbane Entwicklung.
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Unterzeichnung einer Vereinbarung mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen zur Durchführung von Studien zur Umweltbilanzierung und Klimafinanzierung. Die Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Bundesrechnungshof (TCU) fördert die Stärkung der externen Kontrolle im Umweltbereich und macht Brasilien zu einer Referent für ganz Lateinamerika.
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Neues TZ-Projekt für die Ausbildung von 14.000 Fachkräften in den Bereichen erneuerbare Energien, Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft bis 2024 bestätigt.
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Am 14. November entsteht in Deutschland das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – BMZ.
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Die Genossenschaft Pindorama in Alagoas richtet die erste Zusammenarbeit mit Unterstützung der deutschen Regierung ein. Mit 30 Tausend Hektar Anbauflächen für Landwirtschaft und Viehzucht ist die Genossenschaft bis heute ein starker Akteur.
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Die Genossenschaft Piá erweitert ihre Aktivitäten in der Milchverarbeitung dank der von der deutschen Zusammenarbeit unterstützten Weiterbildung. Heute ist sie in 85 Gemeinden aktiv mit Schwerpunkt auf der Herstellung von gesunden Lebensmitteln.
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Einweihung der Schule für Finanzverwaltung (ESAF), die im Rahmen der Kooperation mit der DSE (Deutsche Stiftung für internationale Entwicklung) geplant wurde. Die Zusammenarbeit startete 1970 und führte Fachberatungen, Schulungen und Fachkräfteaustausch durch.
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Bauern aus dem Bundesstaat Paraná verbreiten die Ackerbaumethode der Direktsaat in weiteren Bundesstaaten, unterstützt durch die deutsch-brasilianischen Zusammenarbeit.
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Wer heute in Brasilien einen Apfel isst, ahnt wohl kaum, wie viel von der deutschen Zusammenarbeit in seiner Geschichte steckt. Ein Großteil der in Brasilien konsumierten Äpfel stammte aus Argentinien. Mit deutschen Partnern wurden Apfelanbautechniken im Bundesstaat Santa Catarina entwickelt.
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Helmut Kohl, deutscher Kanzler, besucht Amazonien. Das PPG-7, ein Pilotprogramm zum Schutz der Tropenwälder in Brasilien, war der Anfang der internationalen Zusammenarbeit zur Bekämpfung des Klimawandels.
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Auf der ECO-92 wurde das Übereinkommen über die biologische Vielfalt unterzeichnet.
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Zusammenarbeit mit dem Umweltamt CETESB in São Paulo zur Sanierung kontaminierter Flächen in der Stadt. Die institutionelle Stärkung der Umweltbehörden stand bereits seit den 80er-Jahren im Interesse von Brasilien und Deutschland. Einvernehmlich wurde die Zusammenarbeit im Umweltbereich zum Schwerpunkt der bilateralen Kooperation.
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Die Zusammenarbeit mit Senai und Sebrae ermöglichte es, die Qualifizierung von Fachkräften im Nordosten des Landes zu verbessern und zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beizutragen.
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Zwei bedeutende Ereignisse prägen die deutsch-brasilianische Zusammenarbeit:
• Unterzeichnung des Deutsch-brasilianischen Energieabkommens zur Stärkung dieses Themas in der Zusammenarbeit. Mit 350 Millionen Euro deutscher Fördergelder, die über die Nationale Entwicklungsbank (BNDES) vermittelt werden, beginnt der Ausbau von Windkraftanlagen in Brasilien.
• Die ersten Projekte der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) werden in Brasilien gestartet, mit Schwerpunkten in den Bereichen Schadensminderung, Anpassung, Wälder und Artenvielfalt sowie in Meeres- und Küstengebieten.
2015
Besuch von Kanzlerin Angela Merkel in Brasilien, im Gespräch mit Jugendlichen aus bedürftigen Gemeinschaften in Bahia. Die Regierungen von Brasilien und Deutschland gehen neue Verpflichtungen in zwei Pfeilerbereichen der Zusammenarbeit ein: Schutz und nachhaltige Nutzung der Tropenwälder; erneuerbare Energien und Energieeffizienz.
2017
Bilaterale Regierungsverhandlungen: Ratifizierung einer dynamischen Kooperation, die auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt aufbaut. Genehmigung von 334,5 Millionen Euro für neue Investitionen.
2018
Mit finanzieller Unterstützung der Zusammenarbeit nimmt die U-Bahn in Salvador ihren Betrieb auf und bewirkt Verbesserungen für die Einwohner der Stadt und die Umwelt, durch die Reduzierung von Treibhausgasemissionen.
2019
Veröffentlichung der Brasilianischen Smart City Charta. Dieses nationale Referenzdokument wurde mit einem kollaborativen Ansatz erarbeitet. Es festigt die nationale Sicht für eine verantwortungsbewusste und innovative Nutzung der digitalen Transformation für eine nachhaltige und inklusive urbane Entwicklung.
2020
Unterzeichnung einer Vereinbarung mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen zur Durchführung von Studien zur Umweltbilanzierung und Klimafinanzierung. Die Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Bundesrechnungshof (TCU) fördert die Stärkung der externen Kontrolle im Umweltbereich und macht Brasilien zu einer Referent für ganz Lateinamerika.
2021
Neues TZ-Projekt für die Ausbildung von 14.000 Fachkräften in den Bereichen erneuerbare Energien, Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft bis 2024 bestätigt.

“Alle auf dieser Seite dargestellten Fotos und Videos wurden vor Februar 2020 aufgenommen/aufgezeichnet.”